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Hüttentagebuch

Erste Gäste

Der gestrige Tag war gespickt mit einigen Überraschungen.

Begonnen haben wir mit dem Tagesziel, dass wir die Stube am Abend von den vielen, vielen Bananenschachteln erlöst haben wollten, damit Claudia mit der Dekoration beginnen könnte. Weiter arbeiteten wir parallel im Obergeschoss mit den Lagern, damit wenigstens ein Stock einmal bezugsbereit wäre. Im Hinterkopf geisterte immer noch ein Telefon mit einer Bergführerin herum, welche mich vor einiger Zeit angerufen hatte. Ich bat sie, dass sie doch bitte das Reservationsformular ausfüllen möge, da ich gerade unterwegs sei und nichts zum Schreiben hätte. Da aber nie eine Reservation kam, waren wir sehr verunsichert. Nun gut - dafür überraschten uns so gegen 10 Uhr zwei Tagesgäste. So mitten im Verräumen war das natürlich nicht DIE Ablenkung, welche wir uns gewünscht hätten. Nun - vielleicht war diese Unterbrechung genau richtig, damit wir im Morgen wenigstens eine Pause machten. Und - es gibt immer wieder interessante Diskussionen.
Nach einem feinen Mittagessen bei der Hütteneingangsseite gingen die Ausräumumgsarbeiten bei Claudia weiter. Ich machte mich unterdessen im Holzschopf nützlich und schaffte Platz, damit wir für viele, bereits vorhandene Sachen einen Unterschlupf fanden und so auch rund um die Hütte so langsam aber sicher Ordnung zur Tagesordnung wurde.

Als wir beide wieder in der Hütte am Wuseln waren, hörten wir tatsächlich Stimmen aus dem Untergschoss und nun war es Tatsache, dass die herumschwirrenden Hinterkopfgedanken wahr wurden. Und das Beste - wir kannten die Bergführerin und die zwei Gäste bereits aus unserer Jenatschzeit. Da sie alle sehr unkompliziert und sehr hilfsbereit waren, konnten wir sie noch für einige Ärbetli einspannen und so hatten wir vor dem Nachtessen noch tatkräftige Unterstützung. Claudia liess sich einmal mehr nicht lumpen und machte zum Nachtessen auch noch ein Spezialdessert. Und das Beste - wir assen draussen auf der Terrasse und dies ab 19 Uhr. An den von unserem Hüttenchef Hermann hergestellten Tischen und Bänken, wurde das ganze Abendessen nochmals aufgewertet, abgesehen von der grandiosen Kulisse.

Heute muss ich bald einmal ins Tal, da ich heute Abend für die Zeit "danach" (nach der Sommersaison gibt es ja auch den Winter), die Weichen stellen werde. Dies heisst aber, dass ich vorher noch eine relativ lange Einkaufsliste abarbeiten sollte. Es ist meistens so, muss ich ins Tal, so kommt das fast immer höchst ungelegen. Ihr könnt mir glauben, dass ich mich sehr schwer tue in diese Hitze abzusteigen. Nun - ich kann wenigstens morgen früh wieder aufsteigen. Ach ja, betreffend früh, hier heisst es meistens auch früh das erste Frühstück zu reservieren. Heute hat uns der Wecker um 3.30 Uhr aus dem Schlaf gerissen.

Claudia macht sich bald einmal an den Feinschliff in der Hütte, nachdem sie es geschafft hat alle Sachen sinnvoll zu verstauen. Aber vorher steht auch schon die erste Backaktion an, denn morgen Samstag werden wir und die Hütteninfrastruktur das erste Mal auf Herz und Nieren getestet. Sprich, die Hütte ist bis auf die letzte Matratze gefüllt. Schön, dass wir das gleich am ersten offenen Samstag erleben dürfen.

So, und nun muss ich noch zwei Stunden Claudia unterstützen und dann ab in die Hitze.

Herzliche Grüsse vum Fridli und dr Claudia.

Hüfihütte SAC - +41 (0)41 885 14 75 - Claudia und Fridolin Vögeli - huefihuette@bluewin.ch